Angepinnt MFD und TMC Nachrüsten! Update Anschlussdiagramm

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  • MFD und TMC Nachrüsten! Update Anschlussdiagramm

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    Ich habe vom User tst ein seeehr schönes Übersichtsbild von den Anschlüssen bekommen. Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte :D

    Anschlussdiagramm als Bild


    Für die, die ein VW Navigationsgerät nachrüsten möchten, werde ich hier die Wichtigsten Schritte mal aufzeigen.

    Grundlegend braucht man dafür einen Doppel DIN Schacht, egal ob MFD oder MCD. Umbauanleitungen gibt es schon einige dafür. Unter den Einbau Tips und beim marc werdet ihr fündig.

    Noch benötigt wird für ein MFD Typ C, D und G

    -GPS Antenne z.B. Triplex von VW oder Bosch
    -26. Pol. Siemensstecker 3B0 919 754,
    3,42 Euro
    Dazu passende Kabel, 000 979 010, 1,10 Euro
    -Antennenkabel 5 – 6 meter
    - Bei einem MFD Typ a und B wird ein Impulsverdoppler benötigt für das GALA Signal. Zu finden HIER


    Ein fertiges Antennenkabel am Stück gibt es bei VW nicht mehr. Am besten lässt man sich beim Boschdienst ein Kabel anfertigen. Kabel RG 58 mit je FME Kupplung und einen Blaupunktadapter FME auf Winkel SMB, Blaupunkt Teilenummer: 8694816021 für 11 Euro.

    Bei eBay gibt es fertige Antennenkabel für den Anschluß an die Triplex.
    Meistens 6 meter mit Winkel SMB Anschluß.

    An den 26 Pol. Siemensstecker wird das GALA Signal auf Pin 5 aufgelegt. Dazu macht man eine Brücke von Pin 1 am Schwarzen ISO Stecker (Spannung). Wenn dort kein Kabel aufgelegt ist, muß man dieses Signal am Kombiinstrument Blauer Stecker Pin 3 abgreifen und an den Siemensstecker legen.

    Das Rückfahrsignal kommt an Pin 17 vom Siemensstecker, es ist ein blau/rotes Kabel, zu finden an der Kupplungsstation Fahrerseite.

    Jetzt noch eine Brücke am Schwarzen ISO Stecker (Spannung) von Pin 5 nach Pin 7.

    Das ist dann alles, jetzt kann man das Gerät Vorsichtig in den Schacht schieben. Batterie wieder anklemmen und Code eingeben. Navigations CD einlegen. Stationstasten 3 + 6 gleichzeitig drücken und danach die Fähnchentaste drücken. So gelangt man in das Reifenparameter Menü, dort gibt man folgende Werte an:

    Impulszahl = 8
    Radumfang = 1930

    Das Menü mit Return wieder verlassen und eine Probfahrt durchführen.




    Wenn man die Pfeildarstellung durch ein geeignetes Kombiinstrument anschließen möchte geht man wie folgt vor.
    Dieses gilt nur für´s MFD Typ A, B, C, D

    Grüner Mini ISO Stecker ------- Roter Stecker am Kombi

    Pin 8 auf Pin 12 Clock
    Pin 9 auf Pin 13 Data
    Pin 10 auf Pin 15 Enable

    Ab MJ 2002 wurde die Belegung am Kombiinstrument geändert.
    Der 3. Anschlußstecker (Rot) ist weggefallen.
    Anschlüsse für Clock, Data und Enable findest du jetzt am grünen Stecker Pin 30, 31 und 32 (in der Reihenfolge).

    Danach sollte die Anzeige bei Aktiver Zielführung erfolgen. Geht es noch nicht muß man das Kombi neu Codieren. Codierung auslesen und die ertsen beiden stellen plus 16.
    z.B. vorher 00142 nacher 16142
    Dies geht per VCDS (oder anderem geeignetem Diagnose-System) oder beim Freundlichen. (VAG)

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  • TMC Box Nachrüsten:

    Ab dem Navigationssystem MFD Typ C kann man die TMC Box nachrüsten. Die Anleitung für die C und D Modelle gibt es HIER

    Ab MFD Typ G geht die Anzeige im Kombiinstrument nicht mehr über den Drei Leiter Bus (Clock, Data, Enable). Diese Informationen werden jetzt über die neue TMC Box über den CAN Bus (Inoftainment) an das Kombiinstrument übertragen. Kombis ab 05/01.

    Cargobull hat es erfolgreich getestet.

    Der Anschluß bei der neuen TMC Box ist identisch wie mit der alten, nur das zwei weitere Kabel von der Box zum Kombiinstrument geführt werden.

    Hier mal die Teilenummern:

    TMC Box: 3B0 919 894A

    Entweder man kauft bei Blaupunkt die Antennenkabel oder beim Freundlichen. Beim Freundlichen besteht das Kabel aus drei Teilen:

    Kabel TMC zum Navi
    bei VW
    Winkel SMA auf Fakra 000 098 696 für 13 Euro
    Fakra auf Fakra 000 098 650 für 9,30 Euro
    Fakra auf Antennenstecker 000 098 700 für 13 Euro
    beim Boschdienst aus einem Stück
    Blaupunkt Nummer 860 449 25 3 ca. 16.00 Euro


    Kabel Antenne zur TMC Box:

    Blaupunkt Nummer 860 449 25 33 ca. 16.00 Euro

    Wer mit Kabel RG 174 umgehen kann, kann sich auch die Kabel selber machen. Dazu werden je ein SMA Stecker und eine Kupplung und ein Stück RG 174 Kabel benötig. Dazu noch die Gegenstücke von den Antennensteckern.

    Die Anschlüsse an der TMC Box bleiben ja wie gesagt gleich bis auf:

    Pin 2 - CAN BUS LOW (TMC) an Kombi Grüner Stecker Pin 9
    Pin 3 - CAN BUS HIGH (TMC) an Kombi Grüner Stecker Pin 8

    Meistens sind die Anschlüsse am Kombi schon belegt, dass macht nichts, einfach mit dazu klemmen.

    Jetzt sollte die Anzeige im Kombi funktionieren.

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  • Nachrüsten MCD!

    Das MCD ist Plug & Play zum Beta/Gamma V. Es muß lediglich noch am Schwarzen ISO Stecker eine Brücke von Pin 5 nach Pin 7 gemacht werden. So sollte das MCD funktionieren.

    Bei bedarf kann man noch die Pfeildarstellung und das Rückfahrsignal anschließen. Dazu wird der Rote ISO Stecker benötigt.

    Teilenummer:
    357 035 447 B, 3,31 Euro
    Dazu passende Kabel: 000 979 133, 1,10 Euro
    Den Stecker gibt es auch beim Boschdienst mit passenden Pins.

    Rückfahrsignal auf Pin 10 am Roten ISO Stecker

    Bis Modelljahr 2004 wird das Kombi über den Drei Leiter Bus wie am MFD angeschloßen.

    Ab Modelljahr 2004 wird die Pfeildarstellung auch über den CAN Bus gesteuert.

    Roter ISO Stecker:

    Pin 3 CAN Bus low auf Kombi Grüner Stecker Pin 9
    Pin 5 CAN Bus high auf Kombi Grüner Stecker Pin 8

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  • Wozu Rückfahrsignal!

    Oft wird die Frage gestellt über den Sinn vom Rückfahrsignal. Dazu gibt es verschiedene Ansichten. Im Navi-Forum habe ich vom tomB eine sehr gute Beschreibung dazu gefunden. Nach Rücksprache mit ihm werde ich es hier auch posten.

    Die meisten Navigationsgeräte haben einen Anschluss für das Rückfahrsignal. Dieser sollte am Rückfahrlicht des Fzgs angeschlossen werden.
    Um zu verstehen, warum dieser Anschluss notwendig ist muss man zuerst die Kalibrierfunktion der Geräte verstehen.
    Grundsätzlich setzt ein Gerät während der Kalibrierung eine Wegstrecke in ein Verhältnis zu einer Impulszahl des Geschwindigkeitssignals.
    Dadurch „weiß“ das Gerät wie viele Impulse welcher Wegstrecke entsprechen.
    Dies geschieht nach dem Einbau während der Kalibrierungsfahrt . Zuerst wird durch das GPS-Signal permanent die gefahrene Wegstrecke ermittelt und mit der Anzahl der Impulse des Geschwindigkeitssignals verglichen. Daraus ergibt sich ein erster Grundwert für die Kalibrierung. Ein weiterer Schritt ist die Feinkorrektur durch Gegenkontrolle mit der digitalen Landkarte. Grob dargestellt wird in jedem Abbiegepunkt die Strecke die seit dem letzen Abbiegepunkt gefahren wurde an Hand der gezählten Impulse mit der auf der digitalen Karte hinterlegten Entfernung verglichen. Weicht die, über die Impulszahl ermittelte Wegstrecke, von der hinterlegten Strecke ab wird der im Gerät hinterlegte Wert für das Verhältnis Impulszahl/Wegstrecke korrigiert.
    Diesen „Mechanismus“ schaltet das Gerät aber nach der Grundkalibrierung nicht ab, sondern korrigiert darüber ständig gegen. Dadurch wird z.B. ein abnehmender Reifen-Abrollumfang durch Verschleiß oder ein Radwechsel korrigiert. Diese Funktion ist absolut notwendig um einen stabilen Dauerbetrieb ohne ständige manuelle Kalibrierfahrten zu gewährleisten.

    Schließt man nun bei einem Fahrzeug das Rückfahrsignal nicht an, so bekommt das Gerät zwar die Wegstreckenimpulse, erkannt aber nicht in welche Richtung das Fahrzeug sich bewegt. Dies kann zu Problemen führen.
    Beispiel 1:
    Fährt man z.B. eine Strasse entlang und setzt rückwärts in eine Parklücke zurück, so erkennt die Gerät die rückwärts gefahrene Strecke als Vorwärtsfahrt.
    Bei einer Impulszahl von 10 pro Radumdrehung und einen Reifenumfang von 1900mm zählt das Navigationsgerät auf 100m rund 526,32 Impulse. Die Rückwärtsfahrt in die Parklücke (ca 6m) bedeuten für das Gerät 31,58 Impulse.
    Fährt man nun weiter kommen für das Herausfahren aus der Parklücke noch einmal ca. 31,58 Impulse hinzu bis man wieder an der Stelle ist an der man das Einparkmanöver begonnen hat. D.h. das Gerät zählt ungefähr 63,16 Impulse mehr als es laut Karte für die Strecke zwischen dem letzen und dem nächsten Abbiegepunkt erwartet hat. Es korrigiert den hinterlegten Kalibrierwert nach hat damit einen um diese Zahl falschen Wert im Speicher. D.h. es produziert im Endeffekt eine Abweichung mehreren Metern bis es am nächsten Abbiegepunkt gegenkorrigieren kann.
    Fährt man nun durch eine Stadt und führt dabei mehrfach Parkmanöver aus wird der hinterlegte Speicherwert ständig verfälscht. Da das Gerät den Wert auch nicht „schlagartig“ sondern in kleinen Schritten ändert stellt sich ein ständiges Korrigieren des Speicherwertes ein. Mit jeder „normal“ gefahrenen Strecke zwischen Abbiegepunkten wird der Wert Richtung „korrekt“ korrigiert, mit jeder Rückwärsfahrt wandert der Wert Richtung „falsch“. Das Gerät kommt „durcheinander“ und produziert falsche Abbiegehinweise oder hört durch eine erhöhte Rechnerbelastung ganz auf zu führen, bzw. reagiert langsam. In Extremfällen, besonders bei älteren Geräten mit geringer Rechnerleistung führt so etwas bis zum Hang-up oder Systemabsturz.

    Beispiel 2:
    Man fährt vorwärts in eine Parklücke die rechtwinklig von der Fahrbahn weggeht. Zwischen Fahrbahn und Parklücke befindet auch noch ein Gehweg von 2m. Nun kommt man nach einiger Zeit zurück und parkt rückwärts aus. Nun erkennt das Gerät 10m Vorfärtsfahrt obwohl man rückwärts fährt. Kurz nach dem Aufstart hat es aber noch nicht genug Satteliten gefunden um zu relokalisiern. Es „schätzt“ nun seine Position auf Basis der letzten Position, der erkannten Wegstreckensignale und der Landkarte ab. Dabei „springt“ das Gerät leicht auf eine Position in einer Parallelstrasse. Bei schlechtem GPS-Empfang wie er in Städten durch Abschirmung (Hochhäuser, Unterführungen, Alleen) häufig herrscht kann es mehrere Minuten dauern bis das Gerät die richtige Position wiedergefunden hat. Mit etwas Pech wurde während dieser Zeit auch noch der Kalibrierwert stark verändert und das Gerät hat mehrere Abbiegepunkte/Strassen lang eine extreme Missweisung.
    Schlimmer kann sich so etwas noch beim Parken und Rangieren in Parkhäusern auswirken.

    Das häufig zu lesende Argument „wenn man nicht dauernd lange Strecken rückwärts fährt benötigt man das Rückfahrsignal nicht“ ist grundlegend falsch. Schon kurze Strecken rückwärts können zu Problemen führen.
    Aussagen wie "Ich fahre schon Jahrelang ohne Rückfahrsignal und habe keine Probleme" bedeuten auch nur, dass derjenige noch niemals sein Gerät in vollkommen korrekter Art arbeiten gesehen hat und daher überhaupt nicht weiß wie sich das Gerät bei vollständigem Anschluss verhält. Manch einer wird sicher überrascht sein wenn er das Signal anschließt und hinterher merkt dass das Gerät plötzlich stabiler läuft oder schneller reagiert.

    Der Anschluss des Rückfahrsignals ist daher unbedingt durchzuführen. Im Allgemeinen ist dies auch nur eine Arbeit von wenigen Minuten. Ein Einbau ohne Anschluss ist Pfusch und beeinträchtigt die zuverlässige Funktion des Gerätes.

    Gruß Thomas


    Jetzt kann sich jeder selber ein Bild davon machen!

    Gruß Lutschi